Beinahe ein Unfall

Noch einmal durchatmen, entspannen - Zündschlüssel. Der Motor springt an. Rückwärts aus der Parklücke. Erster Gang rein - denk dran: fahr langsam, links halten, bleib ruhig, hier herrscht das Chaos, dies ist Thailand und Pattaya ist rücksichtslos. Und bloß nicht auf Hahnenkämpfe einlassen. Die Bar in Naklua läuft dir nicht weg. Ist doch egal ob du in 35 oder 60 Minuten ankommst.
Kann der Arsch nicht ein bisschen weiter rechts fahre, dann wäre ich jetzt schon aus der Einfahrt raus. Alles frei, rauf auf die rechte Spur.
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Ein Dorf ohne Kneipe (Wolfgang Rill)

Eduard Harnischfeger streicht das Wechselgeld ein. -Weißt du, Paul, was das Zweittraurigste ist?- lallt er.
-Nein.- - Ein Dorf ohne Kneipe. Und weißt du, was das Traurigste ist? Ein Dorf mit dei­ner Kneipe.-
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Das Abendkleid (H-R. Huly)

Silvi sah ihrer Schwester Ruth zu, wie sie vor der unaufgeräumten
Küchenzeile hin und her lief.
"Ruth, du nervst, setz dich hin. "
"Du hast gut reden. Du brauchst ja nur einen sexy Fummel für die Disco."
"Und du etwa nicht?"
"Nein, ich gehe mit Peter aus."
"Peter, wer ist das denn?"
"Peter ist Student, richtig an der Uni."
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Abstehende Ohren (Wolfgang Rill)

Guten Tag, Herr Fuchs, es freut uns sehr, dass Sie Zeit gefunden haben, heute in unserer Sendung „Der besondere Gast am Sonntag“ aufzutreten. Sie haben ja einen bemerkenswerten Beruf, der heutzutage, leider, muss man vielleicht sagen, in die politische Weltlage passt. Sie sind Doppelgängerindentifakator. Sagen Sie, was macht ein Doppelgängeridentifikator?
Er identifiziert Doppelgänger.
Und das ist ein Beruf? Für wen arbeiten Sie denn in diesem Beruf? Bevor Herr Fuchs antwortet möchte ich die Hörer an den Radiogeräten draußen im Land darauf hinweisen, dass Herr Fuchs nicht der wahre Name unseres heutigen Gastes ist. Zwar ist er, nennen wir ihn weiter Herrn Fuchs, inzwischen im Ruhestand, nur deswegen gibt er dieses Interview, aber gewisse Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch nötig. Wir werden, so hoffe ich, erfahren, warum. Wir dürfen gespannt sein. Also noch mal die Frage, die wie aus einem Agentenroman klingt: Für wen arbeiten Sie, Herr Fuchs?
Ich arbeitete für die verschiedensten Auftraggeber. Oft waren es große, internationale Organisationen. Ich will es nicht verschweigen, auch Geheimdienste waren darunter. Manchmal aber auch Privatpersonen oder Firmen.
Nun, wir können davon ausgehen, liebe Hörer, dass nicht jeder Mann von der Straße einen Doppelgängeridentifikator braucht. Aber ist es nicht z. B. so, dass auch die Polizei oder die Kriminalpolizei Ihre Dienste in Anspruch nahm?
Durchaus.
Erklären Sie uns doch bitte: Was haben Sie da so gemacht?
Nun, wie soll ich anfangen? Fest steht, dass ich irgendwann eine besondere Fähigkeit in mir entdeckte.
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F. Haens

"Der Roman `Der Gürtel´ spielt vor etwa 1.000 Generationen, lange Jahre nach der letzten Eiszeit. Wegen verbesserter Lebensbedingungen ergaben sich neue Möglichkeiten des Kulturaustauschs, z.B. in Kultstätten wie Geteppa im heutigen Ostanatolien. Einige wagemutige Menschen nahmen alle 20 Jahre lange Reisen in Kauf, um dort an besonderen Feiern teilzunehmen.
Es ist eine Zeit des Umbruchs, Towra die weibliche Obergottheit der Zeit bekommt Konkurrenz. Männerclans versuchen, ihren Glauben anderen aufzuzwingen. Wird es ihnen gelingen? Eine der Hauptpersonen des Buches sind der Clanmuttersohn Ardeg, der einen geheimnisvollen Gürtel mit sich führt, und die Außenseiterin Maralfa, beide aus Zentraleuropa. Zwischenziel ist das Tal der Herden. Dort überwintern u.a. die Tigermädchen Evluna und Sulis mit ihrem Papa und die Musiker und Schauspieler Karzü mit Bruder Triggsi und Freundin Aerae, u.v.m."
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