Sammelbecken, ein Wort, das in vielfältigem Zusammenhang benutzt wird und das nicht erst im Internetzeitalter. Obwohl das Internet im 21. Jahrhundert das Sammelbecken überhaupt ist: Ein Sammelbecken der verschiedensten Themen, Thesen, Theorien, Meinungen, Beleidigungen und Diffamierungen aller Art. Aber auch von Liebeserklärungen, Treueschwüren und vielem mehr. Das Internet ist aber auch ein Sammelbecken zwischen guten, mittelmäßigen und schlechten Witzen, Bildern, Videos, Liedern oder auch von Internetseiten unterschiedlichster Qualität. Und dies nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich.
Im Laufe der menschlichen Entwicklung, von der frühesten Steinzeit bis heute, haben sich Orte herauskristallisierte, die ideale Sammelbecken für Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion, politischer Anschauung, Hautfarbe, Bildung und gesellschaftlicher Schicht waren.
Häfen als Sammelbecken
Auf der einen Seite waren es Häfen. In Häfen, sowohl am Meer als auch an großen Flüssen gelegene, und ihrer Umgebung haben sich früh Menschen eingefunden, die aus weiter Entfernung anreisten, um längere oder kürzere Zeit zu verweilen. Häfen waren schließlich ideale Orte, um andere Menschen zu treffen, Arbeit zu finden, um mit anderen Menschen Geschäfte zu machen oder mit ihnen in die Ferne zu ziehen. In die Ferne ziehen, das wollten zudem Menschen, die ihrer Heimat entfliehen wollten, weil sie aus unterschiedlichsten Gründen fliehen mussten, vielleicht weil sie ein Verbrechen begangen hatten, vor Schulden fliehen mussten oder weil sie unglücklich (unpassend, nicht standesgemäß) verliebt waren. Viele Hafenorte haben sich, wenn sie günstig gelegen waren, schnell zu großen Städten entwickelt, in denen sich gut Arbeit finden ließ, in denen man einen Neuanfang wagen konnte, aber auch in denen man sich gut in der Masse verstecken konnte.
Städte als Sammelbecken
Auch im Landesinneren entstanden schon früh in der Geschichte Orte, an denen sich Menschen aus unterschiedlichsten Regionen regelmäßig zusammenkamen. Meist waren es zentrale Orte, an denen sich verschiedene Handelswege kreuzten. Oft wurden solche Orte nur einmal im Jahr zu einem Sammelbecken verschiedenster Menschen, wenn ein Jahrmarkt abgehalten wurde, bei dem mehr als die üblichen regionalen Produkte ausgetauscht wurden. An bedeutenden Märkten, die oftmals ein bis zwei Wochen dauerten, kamen nicht nur Bauern und Händler aus größerer und großer Entfernung zusammen, sondern auch Musikanten, Gaukler, Künstler, Priester und politische Agitatoren. Natürlich zogen solche kurzzeitigen Sammelbecken auch allerlei kriminelle Elemente an: Taschendiebe, Trickbetrüger und viele mehr.
Die allergrößten menschlichen Sammelbecken, die es gab, das waren in den vergangenen Jahrhunderten die Großstädte der Erde, oft die Metropolen des Westens, zum Beispiel London, Paris, Rom, Berlin, Moskau, New York oder Istanbul. Hier kamen seit Generationen immer neue Fremde aus aller Welt zusammen, die sich mehr oder weinger schnell integriert haben. Aus einem Sammelbecken an Menschen die nichts miteinander gemein haben, wurde in eine Bevölkerung die, trotz noch zu überbrückender Gegensätzen, in vielen Städten weitgehend vernünftig zusammenlebt.
Heute werden die Metropolen des Westens von den Millionenstädten Asiens, Afrikas oder Südamerikas übertroffen, zumindest was die absolute Zahl der Menschen anbelangt, nicht unbedingt bei der Vielfalt an Kulturen.
Hier einige wahllos herausgegriffene Beispiele aus dem Internet. Treffer bei der Eingabe des Wortes Sammelbecken bei Google:
Teilweise istdie Armee auch der einzige mögliche Arbeitgeber in einer Region, der mehr als einen Hungerlohn zahlt.

